GEO (Generative Engine Optimization)
GEO ist die Optimierung einer Website darauf, in den Antworten von KI-Systemen wie ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews als Quelle genannt zu werden.
Der Unterschied zu klassischem SEO liegt in der Form: SEO zielt auf eine Platzierung in einer Ergebnisliste, GEO auf eine Nennung in einer zusammenhängenden Antwort. Technisch überschneidet sich vieles, inhaltlich nicht. KI-Systeme übernehmen bevorzugt Absätze von 40 bis 160 Wörtern, die für sich allein verständlich sind und eine konkrete Angabe enthalten.
llms.txt
Die llms.txt ist eine kleine Textdatei im Hauptverzeichnis einer Website, die KI-Systemen in wenigen Zeilen erklärt, wer der Anbieter ist, was er anbietet und welche Seiten wichtig sind.
Sie liegt neben der robots.txt unter deine-domain.de/llms.txt und ist reiner Text im Markdown-Format. Sie ist kein offizieller Standard und kein Rankingfaktor, sondern eine Hilfestellung: Ein Modell muss sich den Inhalt einer Website sonst aus Navigation und Fließtext zusammenreimen. Ergänzend gibt es die llms-full.txt, die den Volltext derselben Seiten enthält.
robots.txt
Die robots.txt ist eine Textdatei im Hauptverzeichnis, die Suchmaschinen- und KI-Crawlern sagt, welche Bereiche einer Website sie abrufen dürfen.
Für KI-Sichtbarkeit sind acht Kennungen relevant: OAI-SearchBot und ChatGPT-User für ChatGPT, PerplexityBot und Perplexity-User für Perplexity, ClaudeBot, Claude-User und Claude-SearchBot für Claude sowie Applebot für Siri. Wichtig ist der Unterschied zwischen Trainings-Crawlern und Such-Crawlern: Wer das Training sperrt, aber gefunden werden will, braucht die Such-Crawler trotzdem.
Strukturierte Daten (Schema.org)
Strukturierte Daten sind ein unsichtbarer Code-Block auf einer Seite, der Maschinen in eindeutiger Form mitteilt, worum es geht: Firmenname, Adresse, Leistungen, Preise, Fragen und Antworten.
Das übliche Format ist JSON-LD im Kopfbereich der Seite. Für kleine Unternehmen sind vier Typen relevant: LocalBusiness oder ProfessionalService für den Betrieb, Person für den Inhaber, FAQPage für Frage-Antwort-Abschnitte und BreadcrumbList für die Seitenhierarchie. Ohne diesen Block muss Google raten, und es rät oft falsch.
AI Overviews
AI Overviews sind die von Google erzeugten Antwortblöcke, die über den klassischen Suchergebnissen stehen und mehrere Quellen zu einer Antwort zusammenfassen.
Sie haben Folgen für den Traffic: Wer die Antwort im Overview bekommt, klickt seltener auf ein Ergebnis. Umgekehrt bringt eine Nennung im Overview Sichtbarkeit, die eine Platzierung auf Rang 4 nie hatte. Deshalb ist die Frage nicht mehr nur, auf welchem Platz eine Seite steht, sondern ob sie in der Antwort vorkommt.
Zitierfähiger Absatz
Ein zitierfähiger Absatz beantwortet eine einzelne Frage vollständig in 40 bis 160 Wörtern, ohne dass man den Rest der Seite gelesen haben muss.
Das ist das Format, das KI-Systeme übernehmen. Praktisch heißt das: Jede Zwischenüberschrift ist eine echte Frage, der erste Absatz darunter ist die Antwort, und er enthält mindestens eine Zahl, einen Zeitraum oder ein Beispiel. Ein Artikel, der erst nach drei Absätzen zur Sache kommt, wird selten zitiert.
Antwortseite
Eine Antwortseite ist eine Unterseite, die die fünf bis dreißig Fragen beantwortet, die Kunden im Erstgespräch wirklich stellen, jede als Überschrift mit einer kurzen, geschlossenen Antwort darunter.
Sie ist gleichzeitig ein Verkaufswerkzeug und der stärkste einzelne GEO-Baustein, weil sie genau das Format hat, das Modelle übernehmen. Üblich ist die Adresse /fragen/, ergänzt um FAQPage-Schema. Wichtig: Die Fragen und Antworten müssen sichtbar im Seitentext stehen, das Schema darf nur beschreiben, was da ist.
Crawler
Ein Crawler ist ein Programm, das Websites automatisch abruft und ihren Inhalt einliest, um ihn zu indexieren oder für eine Antwort zu verwenden.
Bei KI-Systemen gibt es zwei Sorten mit unterschiedlichem Zweck. Trainings-Crawler wie GPTBot sammeln Material für künftige Modellversionen. Such-Crawler wie OAI-SearchBot und Abruf-Crawler wie ChatGPT-User holen eine Seite in dem Moment, in dem jemand eine Frage stellt. Der zweite Fall ist der, der Kunden bringt.
NAP (Name, Adresse, Telefon)
NAP steht für Name, Adresse und Telefonnummer eines Unternehmens und meint die Anforderung, dass diese drei Angaben überall im Netz zeichengleich auftauchen.
Suchmaschinen und KI-Systeme verknüpfen Erwähnungen über diese drei Werte zu einem Eintrag. Schon eine abweichende Schreibweise oder eine alte Telefonnummer in einem Verzeichnis kann dazu führen, dass zwei getrennte Profile entstehen und die Signale sich aufteilen. Relevant sind Google Business Profile, Bing Places, Apple Business Connect, Branchenverzeichnisse und das eigene Impressum.
Local Pack (Map Pack)
Das Local Pack ist der Kartenblock mit drei Unternehmenseinträgen, den Google bei Suchanfragen mit örtlichem Bezug über den normalen Ergebnissen zeigt.
Für lokale Betriebe ist es oft wichtiger als Platz 1 der organischen Ergebnisse, weil es weiter oben steht und Telefonnummer und Route direkt anbietet. Die drei Hebel dafür sind ein vollständig ausgefülltes Google Business Profile, konsistente NAP-Daten und Bewertungen mit regelmäßigem Zufluss.
Core Web Vitals
Core Web Vitals sind drei Messwerte, mit denen Google die Nutzungsqualität einer Seite bewertet: Ladezeit des größten Elements (LCP), Reaktionszeit auf Eingaben (INP) und Layoutverschiebungen beim Laden (CLS).
Sie fließen als Rankingsignal ein, sind aber vor allem ein Conversion-Thema: Eine Seite, die auf dem Telefon drei Sekunden ruckelt, verliert Besucher unabhängig davon, auf welchem Platz sie steht. Gemessen wird mit echten Nutzerdaten aus dem Feld und im Labor über PageSpeed Insights.
Double Opt-in
Double Opt-in bedeutet, dass jemand nach der Anmeldung zu einem Newsletter eine Bestätigungsmail bekommt und die Anmeldung erst durch Klick auf den Link darin wirksam wird.
In Deutschland ist das der praktische Standard, um die Einwilligung nach DSGVO und UWG nachweisen zu können. Der Nebeneffekt ist eine bessere Liste: Wer bestätigt, hat die Adresse richtig geschrieben und will die Mails wirklich. Die Bestätigungsmail selbst darf keine Werbung enthalten.